Gemeinde-Info

Leinfelden - Echterdingen





Geschichte


Die religiös-kirchlichen Wurzeln im Gebiet von Leinfelden-Echterdingen reichen tief in die Vergangenheit, in die Zeit der Alemannen und der Franken zurück.
Eine in Echterdingen bestehende Kirche kam 1291 unter das Patronat des Zisterzienser-Klosters Bebenhausen. Unter Herzog Ulrich kam die Stephanus-Kirche ganz an Württemberg. Herzog Ulrich ordnete 1534 die Reformation in Württemberg an. Katholisch geblieben sind in der Nähe nur die Besitzungen der Herren von Neuhausen: Neuhausen, Öffingen, Hofen und Mühlhausen. Die Filder-Region blieb nun (mit Ausnahme Neuhausen) über Jahrhunderte praktisch rein evangelisch.
Die napoleonische Neuordnung Europas brachte 1803 dem evangelischen Herzogtum Württemberg vor allem durch die Annexion kirchlicher Territorien viele katholische Untertanen. 1821 wurde die Diözese Rottenburg für das Gebiet Württembergs gegründet.

Bescheidenes katholisches Glaubensleben zeigte sich auf den Fildern wieder, als im Jahr 1883 in Hohenheim für die Studenten und Professoren der Landwirtschaftlichen Hochschule ein regelmäßiger katholischer Gottesdienst eingerichtet wurde. Auch in den Gemeinden westlich von Neuhausen ließen sich da und dort Katholiken nieder. Dies erhöhte sich mit dem Ausbau des Flughafens Stuttgart und dem damit einhergehenden wirtschaftlichen Aufschwung. Ab 1942 wurden von Neuhausen aus Sonntagsgottesdienste in Echterdingen abgehalten – im Betsaal der Methodistischen Gemeinde und später in der Stephanuskirche.
In Leinfelden und Musberg wurden in den evangelischen Kirchen von den Geistlichen aus Vaihingen und Büsnau katholische Messen gefeiert

Als Folge des Krieges kamen viele katholische Heimatvertriebene nach Leinfelden und nach Echterdingen. 1946 wurde in Echterdingen eine katholische Seelsorgestelle errichtet für Echterdingen, Bonlanden, Plattenhardt und Stetten. 1950 lebten in Echterdingen 645 Katholiken (bei 4044 Einwohnern). In Leinfelden waren es 367 Katholiken, die von Stuttgart-Vaihingen (1926 Errichtung der Pfarrei Christ-König) seelsorgerlich betreut wurden. Die Ruf nach eigenen Kirchen in beiden Gemeinden wurde immer drängender.

Am 9. September 1956 wurde die Kirche St. Raphael (Patron der Reisenden im Blick auf den Flughafen) von Bischof Carl-Joseph Leiprecht konsekriert.

Am 27. April 1958 wurde die Kirche St. Peter und Paul durch Weihbischof Sedlmeier eingeweiht.

Am 5. Januar 1961 wurde die Pfarrweserei St. Raphael in Echterdingen zur Pfarrei erhoben. Erster Pfarrer war Georg Kasprzyk.

Am 15. Juli 1964 wurde die Seelsorgestelle Leinfelden zur Pfarrei St. Petrus und Paulus erhoben und weiterhin dem Dekanat Stuttgart-Mitte zugerechnet. Erster Pfarrer war Hubert Götz.

Seit 2001 bilden beide Gemeinden (mit jeweils etwa 4000 Mitgliedern) die Seelsorgeeinheit Leinfelden-Echterdingen, seit 2003 mit einem Pfarrer.



Die beiden Katholischen Kirchengemeinden

St. Raphael                       in Echterdingen (mit dem Stadtteil Stetten)

St. Peter und Paul           in Leinfelden (mit den Stadtteilen Musberg, Unteraichen, Oberaichen)

bilden seit 2001 die Seelsorgeeinheit Leinfelden-Echterdingen und umfassen so das ganze Gebiet der Großen Kreisstadt Leinfelden-Echterdingen.
Südlich der Autobahn A8, also außerhalb des Stadtgebiets von Stuttgart, gehören wir zum Dekanat Esslingen-Nürtingen
und dieses wiederum zur Diözese Rottenburg-Stuttgart.





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